Blutegeltherapie

Die Blutegeltherapie zählt zu einer der ältesten Therapiearten der Welt. Drei seiner 650 verschiedenen Arten kann man zu therapeutischen Zwecken verwenden. Die bekannteste und am häufigsten Verwendete Blutegelart ist der Hirudo medicinalis. Beim Saugen kann er sein Körpervolumen um das fünffache vergrößern. Außerdem sind Blutegel wechselwarme Tiere und können kleinste Temperatur Unterschiede spüren und beißen deshalb instinktiv an die entzündete Stelle/Gelenke, da Entzündungen mit einer lokalen Temperaturerhöhung einhergehen.

 

Wirkung:

In dem Speichel des Blutegels sind verschiedene Substanzen enthalten die unter anderem blutgerinnungshemmend (Hirudin, der bekannteste Wirkstoff), entzündungshemmend, durchblutungsfördernd und schmerzstillend sind.

Außerdem wirkt das austretende Blut wie ein Aderlass, der zusätzlich noch Entzündungs- und Giftstoffe ausschwemmt.

Der Egel wird an der betroffenen Stelle angesetzt und saugt sich dort fest.

Der Saugvorgang dauert ca. 60-120 Minuten. Wenn der Egel vollgesaugt ist, fällt er ab und es kann durch die im Speichel enthaltenen Substanzen bis zu 24 Stunden leichte Nachblutungen geben. Diese sind ein wichtiger Bestandteil und sollten nicht gestoppt werden, damit Entzündungs- und Giftstoffe ausgeschwemmt werden können.

Haustiere akzeptieren in der Regel die Behandlung und bleiben dabei entspannt liegen. Die Behandlung ist für sie nicht schmerzhaft.

Ich verwende für meine Behandlungen ausschließlich medizinische Blutegel aus spezieller Zucht, die jeweils nur einmal therapeutisch verwendet werden.

 

Indikationen:

  • Arthritis/Arthrose
  • Abszesse
  • Entzündungen
  • Wundheilungsstörungen
  • Hämatome (Blutergüsse)
  • Blutohr (Othämatom)
  • Prellungen
  • Ödeme
  • Ekzeme
  • Hufrehe
  • Mauke
  • Spat/Schale
  • Sehnen- und Sehnenscheidenentzündungen
  • Narbenbildung
  • Dysplasien (Gelenkfehlbildungen) z.B. Hüftdysplasie (HD) und Ellenbogendysplasie (ED)
  • akuter Bandscheibenvorfall (Diskopathie)

 

Kontraindikationen:

  • Blutarmut
  • Blutgerinnungsstörungen
  • Gabe von Blutverdünnenden Medikamenten und Schmerzmitteln
  • Diabetis Mellitus
  • Fieber
  • Leukämie
  • Tumorerkrankungen
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